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Schon als kleiner Bub war ihm klar, daß
er Lehrer und Künstler sein wollte. Ein Konzert des Pianisten Murray
Perahia wurde für ihn zum Schlüsselerlebnis: "Der spielte so,
wie ich es wollte. Er war schon angekommen." Windmüller beschloß,
das Klavierspielen aufzugeben und etwas mit seinem Körper zu machen.
Seine Solfège-Lehrerin riet ihm, es mit dem Singen zu probieren:
Der Kosmopolit, den zu Deutschland wie Israel gleichermaßen eine "unglückliche Liebe" verbindet, ist in den Konzertsälen, Aufnahme-Studios und auf den Opernbühnen dieser Welt ein gefragter Gast. Zeitgenössisches steht bei ihm an erster Stelle. Der Terminkalender des erklärten "Urlaubs-Hassers" ist ständig prall gefüllt. Im März erschien bei "Orfeo" eine neue CD mit Werken des Saarländers Theodor Gouvy. Ende Februar spielte er in Tokio in der neuen Oper von Osokawa "Vision of Lear" den Edgar. Unter der Regie von Jonathan Moore wirkt er in der Bonner Produktion "Moltke, der Dieb" (Text: Shalom Ash) mit. Geplant ist auch eine neue CD mit Liedern von Max Bruch. Am 1. Juli dieses Jahres wird Yaron Windmüller mit der legendären Schauspielerin Cornelia Froboess, die er vom Bayerischen Staatstheater her kennt, in der Hochschule einen Lieder- und Rezitationsabend geben. Ein Höhepunkt des 98er Konzertjahres der HMT, den man sicher mit einiger Spannung erwarten darf. (TW/SZ) |
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